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Sie haben schon einen GEAK®?

FAQ

GEAK® Allgemein
Was heisst GEAK?GEAK ist die Abkürzung von Gebäudeenergieausweis der Kantone
Was ist der GEAK?Der GEAK ermöglicht eine energetische Bewertung von Gebäuden. Der Gebäudeenergieausweis GEAK basiert auf dem rechnerisch ermittelten Energiebedarf, der mit den effektiven Verbrauchsdaten verifiziert wird. Er bildet die Grundlage für eine umfassende Sanierungsanalyse.
Wer ist verantwortlich für die Entwicklung des GEAK?Der GEAK ist ein Instrument der Kantone. Verantwortlich ist die Konferenz Kantonaler Energiedirektoren (EnDK; www.endk.ch). Das GEAK-Online-Tool wurde von der MINERGIE® Agentur Bau konzipiert, und wird seit dem 14.1.2015 vom Verein GEAK weiterentwickelt.
Wer kann einen GEAK ausstellen?Der GEAK wird von zertifizierten GEAK-Experten ausgestellt. Eine Liste der zertifizierten Experten ist hier zu finden. Der Gebäudeeigentümer kann den Experten frei wählen.
Wer kann einen GEAK ausstellen lassen?Nur der Gebäudeeigentümer kann einen GEAK in Auftrag geben und nur zertifizierte GEAK-Experten können einen GEAK ausstellen. Im Fall eines Mentorings unterschreibt ein bereits zertifizierter GEAK Experte zusammen mit dem Bearbeiter des GEAK Dokuments.
Wie kann ich meinen GEAK einem neuen Experten zuweisen?Nur der Gebäudeeigentümer kann die Übertragung des GEAKs veranlassen. Die GEAK Betriebszentrale führt die Übertragung auf Antrag des Gebäudeeigentümers aus. Das Übertragungsformular kann hier bezogen werden.
Wie wird der GEAK erstellt?

Der Experte nimmt bei einer Begehung alle relevanten Daten auf. Der Gebäudeeigentümer stellt die Verbrauchsdaten für Heizung, Warmwasser und Strom für den Zeitraum von mindestens drei Jahren zur Verfügung, falls diese Daten vorliegen. Mit Hilfe des GEAK-Online-Tools berechnet der Experte den GEAK und erstellt das offizielle vierseitige GEAK-Dokument, sowie eventuell einen Beratungsbericht mit Sanierungsmassnahmen, das er dem Eigentümer in elektronischer und Papierform unterschrieben übergibt.
Kann ich als Mieter einen GEAK bestellen?Nein, nur die Gebäudeeigentümer sind legitimiert, GEAK-Experten zu beauftragen, einen GEAK zu erstellen.
Wie teuer ist ein GEAK?Der Experte offeriert die GEAK-Erstellung aufgrund der konkreten Situation. Für durchschnittliche Ausgangslagen lauten die Preisempfehlungen der Kantone für einen GEAK zwischen Fr. 450.- und Fr. 650.- für ein Einfamilienhaus und zwischen Fr. 500.- und Fr. 800.- für ein Mehrfamilienhaus (inkl. MWST. und GEAK-Gebühr). Ein GEAK Plus kann wesentlich höhere Kosten aufweisen, vereinbaren Sie deshalb eine Offerte mit Ihrem Experte im Voraus.
Muss für ein GEAK eine Gebühr bezahlt werden?Ja, der Experte muss für jede GEAK-Registrierung Fr. 60.- bezahlen (Fr. 20.- für eine Aufdatierung). Für das Erstellen eines GEAK Plus Beratungsberichts wird nur beim ersten Mal pro Objekt eine Gebühr von Fr. 90 .- fällig (Total mit einem erstem GEAK Ausweis= 150.-). Weitere Beratungsberichte sind kostenlos. Die Gebühr ist Teil jeder Offerte. 
GEAK konkret
Für welche Gebäudekategorien kann der GEAK ausgestellt werden?Der GEAK kann für Wohngebäude (Ein- und Mehrfamilienhäuser) und für einfache Verwaltungs- und Schulbauten ausgestellt werden. Andere Gebäudekategorien können nicht abgebildet werden und benötigen eine individuelle Begutachtung.
Kann der GEAK für ein gemischtes Wohn- und Geschäftshaus ausgestellt werden?Dies ist nur möglich, wenn eine Nutzung klar dominiert, sprich mindestens drei Viertel des Gebäudes ausmacht.
Sollte der GEAK vor oder nach einer Sanierung erstellt werden?Wir empfehlen beides. Der GEAK bildet eine gute Basis für den Sanierungsentscheid, insbesondere wenn er im Zusammenhang mit einer Sanierungsberatung angeboten wird, und kann bei Fördergeldanträgen von Ihrem Kanton verlangt werden. Die Aufdatierung eines bestehenden GEAK ist weniger zeitaufwändig und günstiger als die Erstellung eines neuen.
Sind Konsequenzen zu befürchten wenn der GEAK ein schlechtes Resultat aufweist?Nein, dem ist nicht so. Der GEAK zeigt den energietechnischen Zustand eines Gebäudes auf und gibt Hinweise zur Erneuerung. Eine tiefe Klassierung beim GEAK weist aber grundsätzlich auf einen unnötig hohen Energieaufwand für die Beheizung und meistens auch eine verminderte Behaglichkeit für die Bewohner hin.
Kann gegen einen GEAK rekurriert werden, wenn Gebäudebesitzerinnen und -besitzer mit dem Resultat nicht einverstanden sind?Nein, zumindest solange der GEAK für Gebäudeeigentümer freiwillig ist, besteht ein privatrechtliches Auftragsverhältnis zwischen Gebäudeeigentümer (Auftraggeber) und GEAK-Experte (Auftragnehmer). Wenn der Gebäudeeigentümer mit dem ausgestellten GEAK unzufrieden ist, steht ihm der normale Rechtsweg offen. Es ist ihm auch freigestellt, einen weiteren GEAK ausarbeiten zu lassen. Zu beachten ist, dass nur der zuletzt ausgestellte GEAK gültig ist.
Gibt es eine Pflicht, den GEAK für mein Gebäude erstellen zu lassen?In wenigen Kantonen ist der GEAK bei Handänderungen und für den Erhalt von Fördergeldern obligatorisch. In den meisten ist er aber freiwillig.
Gibt es eine Verpflichtung, bei Änderungen am Haus eine neue Version des GEAK erstellen zu lassen?Nein, eine Verpflichtung existiert nicht. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten verliert jedoch der bestehende GEAK seine Aussagekraft, da sich die Datengrundlage geändert hat. Daher wird eine Aufdatierung nach dem Abschluss umfangreicher Sanierungsarbeiten als Erfolgskontrolle empfohlen. Die Aufdatierung ist weniger zeitaufwändig und günstiger als die Erstellung eines neuen GEAK.
Sind die Daten und die Resultate öffentlich zugänglich?Nein, der Datenschutz ist gewährleistet. Nur die GEAK-Experten haben Zugang zu den Daten der von ihnen geprüften Gebäude. Ausserdem können die Kantone im Rahmen ihrer Vollzugsaufgaben den GEAK von Gebäuden mit Standort in ihrem Hoheitsgebiet überprüfen (z.B. wenn Förderprogramme mit einer Klassenverbesserung des GEAK verbunden sind). Statistische Auswertungen werden mit anonymisierten Daten vorgenommen.
Wie sind die Klassierungen der Energieetikette einzustufen?Ein Neubau, unter Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte, entspricht der Klasse B. Gebäude mit einer weitgehenden Altbausanierung, jedoch mit deutlichen Lücken oder ohne den Einsatz von erneuerbarer Energie, fallen üblicher Weise in die Klasse D. Gebäude, die teilweise gedämmt wurden sowie einen Einsatz einzelner neuer Haustechnik-Komponenten aufweisen, entsprechen ungefähr der Klasse E. Die Klasse G umfasst alle unsanierten älteren Gebäude.
Welcher GEAK-Klasse entsprechen MINERGIE®-Häuser?Die Gebäudestandards von MINERGIE® sind im Gebäudeenergieausweis nicht direkt ablesbar. MINERGIE® ist anders definiert und stellt weitergehende Anforderungen. So wird bei MINERGIE® eine Lüftungsanlage vorgeschrieben und es sind Vorgaben bezüglich Wohnkomfort und Wirtschaftlichkeit einzuhalten. Grundsätzlich entsprechen MINERGIE®-Modernisierungen mindestens der GEAK-Klasse C oder besser. MINERGIE®-Neubauten entsprechen mindestens der Klasse B und MINERGIE-P®-Gebäude der Klasse A. Die Umkehrung gilt aber nicht: Gebäude mit einer guten GEAK-Klassierung entsprechen nicht automatisch dem MINERGIE®-Standard.
GEAK-Expertinnen und -Experten und Zertifizierung

Was sind die Voraussetzungen für die Zertifizierung als GEAK-Experte?



Mentoring als Erfahrungstraining

Grundsätzlich muss sich ein Energiefachmann mittels Bewerbung auf der Basis seiner Ausbildung und/oder seiner Erfahrung anmelden. Für die definitive Zertifizierung muss zudem der eintägige Schulungskurs oder eine anerkannte Weiterbildung (mit Einbindung von einem GEAK-Modul) absolviert, sowie der anschliessende Test bestanden und der Zertifizierungsvertrag unterzeichnet werden.

Energiefachleute die beabsichtigen, sich zertifizieren zu lassen, können in Kollaboration mit einem ausgewählten Experten als Mentor erste Erfahrungen mit publizierten GEAK sammeln und diese Expertise in ihrem Kandidaturdossier nachweisen. Eine Checkliste mit allen erforderlichen Informationen zum Mentoring finden sie hier.

Wer bestimmt die Zertifizierungskriterien?Die Konferenz der kantonalen Energiedirektoren (EnDK) legt die GEAK-Kriterien und -Anforderungen fest. Die GEAK-Betriebszentrale betreut die Dossiers und legt sie der Zertifizierung-Kommission zum Entscheid vor. Die Kommission setzt sich aus Mitgliedern der EnDK-Arbeitsgruppe GEAK zusammen.
Welche Berufe und Weiterbildungen sind für eine Zertifizierung als GEAK-Experte auf der Basis der Ausbildung zugelassen?Berufsleute mit folgenden Diplomen und Zertifikaten werden zur Ausbildung als GEAK-Experte zugelassen:
  • Ingenieur HLK FH/HTL
  • Haustechnikplaner HF/TS
  • NDSE FH/HTL
  • MAS in nachhaltigem Bauen
  • Dipl. Energieberater
  • NDK Bau + Energie
  • NDS FH EN Bau
  • CAS Minergie
Die Zulassung aufgrund anderer Aus- und Weiterbildungen werden von der Zertifizierung-Kommission diskutiert. Der Abschluss einer Ausbildung muss mit einer Kopie (Scan) des Zeugnisses belegt werden.
Ich kann keine der erforderlichen Ausbildungen vorweisen. Welche Erfahrungen sind für die Zertifizierung von Vorteil?Gefragt sind umfassende Erfahrungen im Erstellen von energetischen Berechnungen (insbesondere Systemnachweis SIA 380/1), in Haustechnikkonzepten sowie allgemein in der Energieberatung und -planung. Wenn Sie im Rahmen eines Mentorings bereits GEAK-Dokumente erstellt haben, erwähnen Sie diese detailliert in Ihren Bewerbungsunterlagen.
Warum wird die Zertifizierung als GEAK-Experte so restriktiv gehandhabt?Die Ausstellung eines GEAK braucht ein fundiertes Hintergrundwissen. Das Online-Tool liefert lediglich den Rahmen und die Textvorschläge. Fehlendes Expertenwissen führt zu ungenügend qualifizierter Aussage über die untersuchten Gebäude.
Ich möchte mich zur Energieberaterin / zum Energieberater ausbilden lassen. Kann ich mich für die GEAK-Expertenschulung anmelden?Die GEAK-Schulung ist keine Weiterbildung, die Grundwissen im Bereich Energie am Bau vermittelt, sondern ein Kurs für die korrekte Handhabung des Online-Rechners. Sie richtet sich an Berufsleute mit Erfahrung im Energie- und Baubereich. Weiterbildungen im Bereich nachhaltiges Bauen werden unter anderem von www.enbau.ch angeboten. Sie können sich auch nach dem erfolgreichen Abschluss einer Ausbildung zertifizieren lassen.
Beziehen sich die einzureichenden Referenzen auf Bauten oder Personenangaben?Die Referenzen müssen von der GEAK-Prüfungskommission überprüft werden können. Bitte belegen Sie Ihre Aussagen mit min. drei Referenzen (Architekten, Bauherrschaften etc.) unter Angabe der Adresse und Telefonnummer.
Wie setzt sich die Entschädigung der zertifizierten GEAK-Experten zusammen (Tarif, Std.-Entschädigung, Spesen, Werbung etc.)?Die GEAK-Experten offerieren die Erstellung des GEAK. Die Kantone geben nur Empfehlungen zu Preis-Bandbreiten, machen jedoch keine verbindlichen Vorgaben.
Wenn sich für den GEAK-Experten aus der Beratung eines Kunden ein Folgeauftrag ergibt, darf dieser angenommen, respektive ausgeführt werden?Es bestehen keine Einschränkungen bezüglich der Folgeaufträge.
Kann die Zertifizierung als GEAK-Experte entzogen werden?Ja, die Zertifizierung als GEAK-Experte ist auf fünf Jahre befristet. Die genauen Anforderungen sind im Zertifizierungsvertrag ersichtlich und werden jährlich geprüft. Verstösse gegen diese Bedingungen können zum Verlust der Zertifizierung führen.
GEAK®-Tool
Die kantonalen Energiegesetze sind nicht einheitlich, gibt es beim GEAK auch kantonale Unterschiede?Es gibt nur einen GEAK und gesamtschweizerisch nur eine Klassierung. Diese basiert auf dem Grenzwert für Neubauten der aktuellen Musterverordnung der Kantone im Energiebereich (MuKEn 2008).
Welche Verbrauchsdaten sind für die Erstellung eines GEAK notwendig?Der Verbrauch für Heizung, Warmwasser und Strom muss für mindestens drei Jahre vollständig vorliegen. In Mehrfamilienhäusern ist der Stromverbrauch für jede Wohnung zu erfassen. Die Berechnung des GEAK ist auch mit fehlenden Verbrauchsdaten möglich, seine Aussagekraft wird aber geschwächt.
Es liegen keine Pläne des Gebäudes vor, was tun?Das Online-Tool greift auf eine vom Baujahr abhängige Datenbank und auf Wunsch auf vereinfachte Berechnungstools ("wizards") zurück, so dass mit Hilfe von wenigen, aber vor Ort leicht erfassbaren Eingabewerten, die fehlenden Daten erzeugt und eine realitätsgerechte Energiebilanzberechnung ausgeführt werden kann.